Guter Kompromissvorschlag
Am 4. Juli 2011 hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) der Fluglärmkommission einen deutlich überarbeiteten Vorschlag für die künftigen An- und Abflugrouten des Flughafens Berlin Brandenburg vorgestellt. Mit ihrem Vorschlag folgt die Deutsche Flugsicherung in weiten Teilen den Empfehlungen der Fluglärmkommission, die diese in intensiven Gesprächen in den vergangenen Monaten erarbeitet hatte.
Die neue Planung ist ein tragfähiger Kompromiss, da sie – wie von der Fluglärmkommission gefordert – das Prinzip einer geringen Belastung Vieler statt einer starken Belastung Weniger umgesetzt. Gleichzeitig wird die Planung den betrieblichen Erfordernissen des Flughafens gerecht und ermöglicht somit einen Kompromiss zwischen den Interessen der Anwohner und denen der Flughafengesellschaft.
Zudem sieht der aktuelle Vorschlag der DFS eine weitere Lärmentlastung der Region gegenüber den Annahmen des Flughafengenehmigungsverfahrens vor.
Nach dem Vorschlag der Deutschen Flugsicherung starten die Flugzeuge von der Nordbahn – wie auch während des gesamten Planfeststellungsverfahrens angenommen – geradeaus bis sie eine Höhe von 1.500 m erreicht haben. Maschinen Richtung Westen fliegen dann südlich an Potsdam vorbei. Der geringe Anteil an Flugzeugen, mit Ziel Richtung Norden oder Osten überfliegen in einer Höhe von 2.400 m den Wannsee.
Die Abflüge von der Südbahn folgen abknickenden Routen – Richtung Westen einer Linkskurve, Richtung Osten einer scharfen Rechtskurve, um die Menschen in den Anrainergemeinden wie Blankenfelde, Schulzendorf und Eichwalde deutlich zu entlasten.
Die Deutsche Flugsicherung stellt ihre Planung nun der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung vor, das Anfang des nächsten Jahres die Flugrouten festlegen wird.