Nach dem Fluglärmgesetz in der Fassung vom 31.10.2007 wird die Jahresbelastung durch die äquivalenten Dauerschallpegel (Leq) für den Tag- und Nachtzeitraum ausgedrückt. Als Bezugszeit werden dazu die 6 verkehrsreichsten Monate des Jahres herangezogen.
Die Berliner Flughäfen konnten im Jahr 2011 eine Steigerung der Flugbewegungen um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. Dieser Anstieg basiert ausschließlich auf dem Verkehrswachstum am Flughafen Tegel (6,8%). Der Flugverkehr am Flughafen Schönefeld ging hingegen um 3,9% zurück.
Von den Starts und Landungen entfielen 70% (169 384) auf Tegel und 30% (73 577) auf
Schönefeld. Die Auslastung der Luftfahrzeuge in Schönefeld stieg im Jahr 2011 auf 97 Passagiere pro Luftfahrzeug an. Die Auslastung in Tegel stieg gegenüber dem Vorjahr von 95 auf 100.
Was ist Lärm und wie kann man ihn messen?
Bei der Empfindung von Geräuschen spielt es eine Rolle, ob der Hörende beispielsweise konzentriert arbeiten will, ein Konzert besucht oder sind ausruhen möchte. Ob ein Geräusch als Lärm empfunden wird, ist von der Situation, der Tätigkeit und persönlichen Vorlieben abhängig. Unangenehme, störende oder gar gesundheitsgefährdende Schallereignisse werden als Lärm bezeichnet.
Der Mensch nimmt Geräusche durch vom Schall verursachte Luftdruckschwankungen am Ohr wahr. Ein direkter Rückschluss des gemessenen Schalldruckpegels auf die Geräuschempfindung ist dennoch nur eingeschränkt möglich. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein Anstieg des Schalldruckpegels um 10 dB als doppelt so laut wahrgenommen wird. Das Ohr kann eine große Spanne von Schalldrücken verarbeiten. Das menschliche Hörfeld liegt etwa zwischen 0 und 120 Dezibel.
Die Hörempfindung ist aber nicht nur vom Schalldruck, sondern auch von der Frequenz des Schalls abhängig, weil das Geräusch je nach Frequenz unterschiedlich stark an das Innenohr weitergeleitet wird. Um Aussagen über die Wahrnehmung eines Schallereignisses treffen zu können, müssen daher die Frequenzzusammensetzung sowie weitere Faktoren des Schalls betrachtet werden. In Abhängigkeit von der Wahrnehmung bestimmter Frequenzen werden diese unterschiedlich gewichtet („bewertet“). Um den bewerteten Gesamtpegel zu kennzeichnen, wird der jeweils verwendete Frequenzfilter hinter der dB-Angabe in Klammern ergänzt, z. B. 35 dB(A) bei Anwendung des A-Filters. Je nach Pegel des Gesamtgeräuschs kommen dabei unterschiedliche Filter zum Einsatz.
Flugzeuge verursachen im näheren Umfeld von Flughäfen unregelmäßig Schallereignisse verschiedener Intensität. Deshalb sind bei der Erfassung der Lärmbelastung neben dem maximalen Pegel als wichtigster Einflussgröße auch die Dauer der Schallereignisse und deren Häufigkeit zu berücksichtigen. Im so genannten äquivalenten Dauerschallpegel (Leq) werden diese Faktoren zusammengefasst. Dabei werden die in einem bestimmten Zeitraum an einem Ort gemessenen Lärmereignisse in ein fiktives Dauergeräusch gleichen Energieinhalts umgerechnet. Nach dem Fluglärmgesetz in der Fassung vom 31.10.2007 wird die Jahresbelastung durch die äquivalenten Dauerschallpegel (Leq) getrennt nach Tag- und Nachtzeitraum ausgedrückt. Als Bezugszeit werden dazu die sechs verkehrsreichsten Monate des Jahres herangezogen.
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